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76. Todestag von Sophie Scholl

Quelle: Bundesarchiv.net
Quelle: Bundesarchiv.net

Heute ist der 76. Todestag von Sophie Scholl. Sie dürfte den meisten von uns (hoffentlich) bekannt sein, demm sie gehört zu den bedeutendsten Widerstandskämpfer*Innen der NS Zeit. Aus diesem Grund, und weil sie eine unglaublich starke und inspirierende Frau war, möchte ich ihr an diesem Tag einen Post widmen.

Leben

Am 09. Mai 1921 wurde Sophie Scholl als drittes Kind einer deutschen Familie in Forchtenberg geboren.  Anders als viele glauben, wuch sie nicht als Widerstandskämpferin auf. In ihren jungen Jahren war sie dem NS-Regime nicht kritisch gegenüber gestellt, sondern glaubte an die Propaganda der Nationalsozialisten. Sie war sogar ein Teil der Hitlerjugend und leistete zudem Reichsarbeit. Erst durch ihr Studium der Biologie und Philosophie in München und durch die Aktivitäten ihres Bruders, lernt sie andere Studenten kennen, die eine ablehnende Haltung gegenüber dem NS Regime haben. Kurze Zeit darauf, entschließt sie sich dazu, Mitglied der Gruppe "Weiße Rose" zu werden. Sie verteilt Flugblätter an verschiedenen Unis, in denen die Nationalsozialisten und das Regime kritisiert wurden, beschmierte Wände und rief die Gesellschaft zum Widerstand auf. Dabei setzte sie ihr eigenes Leben immer wieder aufs Spiel.

Die Flugblätter, die sie in unterschiedlichen Städten auslegten, enthielten NS kritische Aussagen. So stand auf dem ersten Flyer der Weißen Rose:

„Jedes Wort, das aus Hitlers Mund kommt, ist Lüge: Wenn er Frieden sagt, meint er den Krieg, und wenn er in frevelhaftester Weise den Namen des Allmächtigen nennt, meint er die Macht des Bösen, den gefallenen Engel, den Satan“

 

Quelle: denkerinnen.de
Quelle: denkerinnen.de

Mit ihrem Einsatz ist Sophie Scholl ein unglaubliches Risiko eingegangen. Sie hat ihr eigenes Leben für andere riskiert und das, obwohl sie nicht besonders stark von den Sanktionen der NS Zeit betroffen war. Ihr Aktivismus galt denen, die sich nicht wehren konnten.

 

Sophies Kampf gegen Ungerechtigkeit, Rassismus und Nationalsozialismus endete abrupt, als ein Hausmeister beobachtete, wie sie Flugblätter verteilte. Obwohl Sophie noch versuchte, ihn für die Aktivitäten der Weißen Rose zu gewinnen, meldete der Hausmeister das Geschehen.

Gemeinsam mit ihrem Bruder Hans wurde Sophie verhaftet und nur kurze Zeit später verurteilt. Im Gefängnis wurde sie von ihrer Familie gefragt, warum sie die Aktion nicht abgestritten hätte. Doch sie machte deutlich, dass dies nie eine Option für sie war. Sie glaubte fest an ihrem Vorhaben und war überzeugt, das richtige zu tun.

 

„Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen.“

 

Sophie Scholl opferte ihr Leben für die Wahrheit und die Gerechtigkeit.  Sie war felsenfest davon überzeugt, etwas gegen den Nationalsozialismus zu unternehmen und nahm jedes Risiko in Kauf. Doch leider gab es nicht viele, die bereit waren, sich für andere einzusetzen. Vielen fehlte der Mut, sich gegen das Unrecht zu stellen und ihre Stimmen zu erheben. Sie wollten ihr bequemes Leben nicht aufgeben. Doch all das hinderte Sophie und ihren Bruder nicht daran, alles für ihre Ideale zu geben. Auch ihr Leben.

Am 22 Februar 1943, wurde Sophie Scholl gemeinsam mit ihrem Bruder im Alter von 22 Jahren hingerichtet. Dies waren ihre letzten Worte:

„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln.“

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