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Fehlkäufe vermeiden - so geht's

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Jede Frau kennt es. Mindestens ein Kleidungsstück, das im Schrank hängt, war ein Fehlkauf. Und oft wünscht man sich, man hätte mehr Platz zuhause und weniger Hosen, die man nur einmal im Jahr trägt. Aber warum kaufen wir eigentlich mehr als wir brauchen und wie lassen sich spontane Käufe besser vermeiden?

Es könnte eigentlich so leicht sein. Bei jedem Teil, das man sich kaufen möchte, müsste man sich fragen, ob man es wirklich braucht. Und wenn man ehrlich zu sich selbst wäre, müsste fast jedes Mal die Antwort "nein" lauten. Denn wir alle haben genug Kleidung. Aber "genug" ist nicht gleich "genug". Während für die einen zehn Lieblingsteile ausreichen, um damit durch den gesamten Sommer zu kommen, könnten andere nur mit 100 Outfits zufrieden sein. Es ist also unser eigener Anspruch, den wir zuerst feststellen und eventuell auch hinterfragen müssen. Aber was tut man, wenn man eigentlich nicht viel Neues braucht und trotzdem nicht widerstehen kann?

Wenn man sich also dazu entschieden hat, nur das zu kaufen, was man wirklich tragen möchte, wird es etwas komplizierter. Denn weder online noch in den Geschäften kann man sich den ganzen Angeboten entziehen. Man muss also versuchen, sich immer wieder vernünftig mit seiner Kaufentscheidung auseinander zu setzen. Leicht ist das nicht, aber möglich. Und damit es euch gelingt, müsst ihr lediglich die folgenden Tipps befolgen:

1. Anlass

Wenn du dir ein Teil kaufen möchtest, frage dich zuerst, wann und wie du es anziehen möchtest. Ist es ein Alltagskleidungsstück? Ist es für einen bestimmten Anlass, der bevorsteht? Werde dir klar darüber, wofür du dieses Kleidungsstück brauchst oder möchtest und kaufe es nicht nur, weil es schön ist.

2. Einzigartigkeit

Wahrscheinlich wird dir dein Gehirn 100 Kombinationsmöglichkeiten für das neue Teil aufzählen können. Deswegen musst du dich als nächstes fragen, ob du dieses Kleidungsstück nicht irgendwie schon besitzt. Jede von uns hat ihren eigenen Stil und trägt dementsprechend auch oft Dinge, die in diesen Stil reinpassen. Meistens ähneln sich die Schnitte, Farben oder Muster. Wenn du also bereits vier Blumenkleider besitzt, frage dich, ob du wirklich dieses fünfte Kleid brauchst. Ist es einzigartig? Hat es etwas besonderes, was die anderen Kleider nicht haben? Wenn du alle Fragen mit nein beantwortest, weißt du eigentlich schon, dass du das Kleid nicht brauchst. Dann kannst du es ruhigen Gewissens liegen lassen und fühlst dich super. Was aber, wenn du es doch unbedingt haben möchtest?

3. Preis

Wenn das Teil dir also gut gefällt und du dir vorstellen kannst, es auf der Arbeit oder in der Uni zu tragen, dann schau als nächstes nochmal auf den Preis. Lohnt es sich wirklich, diesen Betrag dafür auszugeben?

Meistens geht es dabei nicht darum, den Wert eines Kleidungsstücks zu messen, sondern vielmehr, sich bewusst zu werden, wofür man sein Geld ausgibt. An diesem Punkt ist man auch ehrlicher zu sich selbst und gesteht sich ein, dass man dieses Teil wahrscheinlich doch nicht braucht. Dann kann man es auch wieder ohne schlechtes Gewissen liegen lassen.

4. Kaufentscheidung verschieben

Ihr habt euch also alle drei Fragen gestellt und wisst jetzt immer noch nicht, ob ihr euch etwas kaufen sollt, oder nicht. Denn ihr findet es schön, ihr wisst, wann ihr es anziehen möchtet und eigentlich ist es sein Geld auch wert. Aber irgendwie seid ihr euch nicht so sicher. Was, wenn ihr es doch nicht tragen werdet und es wieder nur im Schrank hängen bleibt? Die Antwort auf diese Frage lässt sich leicht finden. Ihr lasst das Teil einfach im Geschäft zurück und geht nach Hause. Ja, genau. Ihr kauft es nicht.

Wenn ihr dann zuhause angekommen und immer noch der Meinung seid, dass ihr das Teil braucht, dann könnt ihr es immer noch kaufen. Aber wichtig ist, dass ihr euch den Druck nehmt, die Entscheidung vor Ort zu treffen.

Diese Methode hört sich wahrscheinlich merkwürdig an. Denn man könnte das Teil auch einfach kaufen und zuhause in Ruhe entscheiden, ob man es braucht oder nicht. Ja, das stimmt. Aber wenn man sich etwas schon gekauft hat, ist der Gang zum Geschäft oder zur Post mit mehr negativem Aufwand verbunden, als andersherum. Habe ich das Kleidungsstück zuhause und es hat mich nur zehn Euro gekostet, werde ich es wahrscheinlich behalten. Denn was sind schon zehn Euro? Und eine Hose oder ein Kleid kann man doch immer mal gebrauchen, oder?

Unser Gehirn beginnt dann, Ausreden zu finden, warum man das Gekaufte doch behalten sollte. Ist man allerdings zuhause und das Wunschteil wurde nicht gekauft, merkt man, ob man es wirklich braucht. Um sich die Entscheidung später zu vereinfachen, sollte man ein Foto machen. Dann kann man am nächsten Tag nochmal sehen, ob es einem immer noch gefällt. Vermisst man das Teil dann oder bereut es, es nicht gekauft zu haben,  geht man einfach wieder ins Geschäft oder bestellt es sich online.

5. Etikett dran lassen

Wenn du dein Teil gekauft hast und glücklich bist, lass vorsorglich das Etikett dran. Oft verliebt man sich in ein Kleidungsstück und man trägt es trotzdem zwei oder drei Wochen lang nicht. Wenn das der Fall ist, kannst du es eigentlich ohne schlechtes Gefühl zurück bringen. Was du innerhalb der ersten Tage nach Kauf nicht trägst, wirst du auch später nicht mehr tragen.

Beim Shoppen ist man in Kauflaune. Kein Wunder also, dass man Dinge mitnimmt, die man eigentlich gar nicht wirklich braucht. Egal ob es sich dabei um Kleidung, Make up oder Deko-Artikel handelt. Man hat von allem sowieso schon viel zu viel. Deswegen lohnt es sich, vor dem Kaufen nochmal genauer hinzusehen und sich bewusst für etwas zu entscheiden. Damit ist man garantiert vor dem nächsten Fehlkauf geschützt!

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